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Verbrauchsmaterial

Schleifbänder

Ein Schleifband ist eine flexible Unterlage mit aufgebrachtem Schleifkorn, deren Enden zu einem endlosen Band verbunden sind. In der Entgratmaschine läuft das Band über eine Kontaktwalze und entfernt den Schneidgrat. TFON liefert Schleifbänder mit Keramikkorn, Zirkonkorund, Korund und Cubitron in vier Abmessungen von 680 × 1.820 mm bis 1.630 × 1.820 mm.

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Schleifbänder

Eingesetzt in diesen TFON-Maschinen

Schleifbänder in der Entgratmaschine

Ein Schleifband entsteht, indem Schleifkorn mit Kunstharz auf ein Gewebe oder eine ähnlich flexible Unterlage gebunden wird. Das Material wird auf Maschinenmaß zugeschnitten und an den Enden zu einem Endlosband verbunden. Jedes Band hat daher eine Verbindungsstelle. Auf der Rückseite zeigt meist ein Pfeil die Laufrichtung.

In der Blechbearbeitung hat das Schleifband zwei Aufgaben: den Schneidgrat entfernen und ein gleichmäßiges Schliffbild erzeugen. In der Entgratmaschine geht es nicht um Dickenabtrag wie bei Kalibrierschleifmaschinen für Holz und Platten. Ziel ist, den Grat an der Schnittkante abzunehmen, ohne die Oberfläche zu beschädigen.

In TFON Surfacer Maschinen läuft das Band im Entgrataggregat (B) und im Finish-Aggregat (F). Eine Kontaktwalze drückt es auf das Werkstück. Die elektropneumatische Oszillationssteuerung (AutoSwing) bewegt das Band ständig seitlich. So läuft es nicht von der Walze, und die Standzeit steigt. Wie das Aggregat an Laserteilen arbeitet, zeigt Entgraten von Laser- und Stanzteilen. Den Überblick über das Verfahren gibt Entgraten von Blech.

Aufbau: Korn, Unterlage und Streuung

Drei Merkmale bestimmen, wie sich ein Schleifband verhält. Das erste ist die Kornart, dazu mehr im nächsten Abschnitt. Das zweite ist die Unterlage: Gewebe werden nach Flexibilität mit Buchstaben wie J, X und Y bezeichnet, breite Maschinenbänder brauchen ein kräftiges Gewebe oder Polyester. Das dritte ist die Streuung. Bei geschlossener Streuung bedeckt Korn die ganze Fläche, das Band greift aggressiver. Bei offener Streuung bleiben Lücken, in denen sich Späne sammeln, und das Band setzt sich später zu.

Kornarten im Vergleich

Schleifbänder unterscheiden sich zuerst in der Kornart. Sie entscheidet, wie schnell ein Band einen Werkstoff abträgt, wie viel Wärme entsteht und wie lange es hält. Unser Programm umfasst vier Kornarten.

Kornarten der TFON Schleifbänder
BandKornverhaltenStärkenStandzeit
Korund (Aluminiumoxid)Universelles Korn; schleift bei geringem bis mittlerem DruckLeichter Grat an Baustahl, feines Schliffbild in feinen KörnungenJe nach Einsatz bis zu 32 Stunden
ZirkonkorundZähes Korn; bricht unter hohem Druck und bildet neue SchneidenAusgeprägter Grat an Baustahl und EdelstahlJe nach Einsatz bis zu 32 Stunden
KeramikkornMikrokristallines Korn; splittert fein, bleibt scharf und schleift kühlerEdelstahl und legierter Stahl, hohe StückzahlenJe nach Einsatz bis zu 64 Stunden
CubitronKorn auf Keramikbasis; grobe Körnung bis 24Starker Grat, lange SerienJe nach Einsatz bis zu 80 Stunden

Zirkonkorund schärft sich selbst, aber nur unter Druck. Bei geringem Anpressdruck bricht das Korn nicht, das Band verglast und schleift nicht mehr. Setzen Sie Zirkonkorund deshalb dort ein, wo das Aggregat kräftig auf das Teil drückt. Keramikkorn bleibt auch bei geringerem Druck scharf und erzeugt weniger Wärme. Anlauffarben auf Edelstahl treten mit Keramikbändern deshalb seltener auf.

Im Anfrageformular heißt das Zirkonkorund-Band Zirkonium-Schleifband. Siliciumcarbid-Bänder gibt es ebenfalls im Handel. Sie werden für Stein, Glas und manche Nichteisenmetalle genutzt und gehören nicht zu unserem Programm.

Körnung nach FEPA und ISO 6344

Die Körnungszahl beschreibt die Korngröße. Je höher die Zahl, desto feiner das Korn. Schleifmittel auf Unterlage werden in Europa nach der FEPA-P-Skala gekennzeichnet, die in ISO 6344 festgelegt ist, zum Beispiel P40, P80 oder P120. TFON Bänder decken die Körnungen 40–400 ab, das Cubitron-Band 24–400. Für die Blechbearbeitung gilt grob:

  • 24–40: grob. Starker Grat, hoher Abtrag. Körnung 24 gibt es nur beim Cubitron-Band.
  • 60–80: mittelgrob. Allgemeines Entgraten von Laser- und Plasmateilen.
  • 100–150: mittel. Entgraten mit gleichmäßigem Schliffbild.
  • 180–240: fein. Oberflächen vor dem Lackieren, Sichtteile.
  • 320–400: sehr fein. Dekorative Oberflächen, letzter Durchlauf.

Gratgröße und gewünschte Oberfläche ziehen in entgegengesetzte Richtungen. Grobes Korn nimmt den Grat schnell, hinterlässt aber tiefe Riefen. Feines Korn ergibt eine glatte Fläche, setzt sich bei starkem Grat aber zu und wird heiß. Bei Sichtteilen mit starkem Grat fahren Sie den ersten Durchlauf mit grobem, den nächsten mit feinem Band. Wie das Ergebnis gemessen wird, erklärt unser Beitrag Rauheit Ra und Rz.

Abmessungen für TFON Maschinen

Die Bandgröße wird als Breite × Länge angegeben. Alle TFON Bänder sind 1.820 mm lang. Die Breite richtet sich nach der Arbeitsbreite der Maschine.

Abmessungen, Körnung und Standzeit der TFON Schleifbänder
BandAbmessungen (mm)KörnungStandzeit
Keramikkorn680 × 1.820, 1.030 × 1.820, 1.330 × 1.820, 1.630 × 1.82040–400Je nach Einsatz bis zu 64 Stunden
Zirkonkorund680 × 1.820, 1.030 × 1.820, 1.330 × 1.820, 1.630 × 1.82040–400Je nach Einsatz bis zu 32 Stunden
Korund (Aluminiumoxid)680 × 1.820, 1.030 × 1.820, 1.330 × 1.820, 1.630 × 1.82040–400Je nach Einsatz bis zu 32 Stunden
Cubitron680 × 1.820, 1.030 × 1.820, 1.330 × 1.820, 1.630 × 1.82024–400Je nach Einsatz bis zu 80 Stunden

Die Surfacer Serie 2510 arbeitet mit 1.030 × 1.820 mm, die Serie 3013 mit 1.330 × 1.820 mm. Die Größen 680 × 1.820 mm und 1.630 × 1.820 mm führen wir ebenfalls. Nennen Sie dafür im Formular Ihr Maschinenmodell und die Angaben vom Etikett Ihres aktuellen Bandes.

Zuordnung zu Maschinen und Modellen

Schleifbänder laufen in den acht Surfacer Modellen mit Bandaggregat: TF-RB, TF-RBC, TF-RBF und TF-RF. Die TF-R Modelle haben nur das Kantenverrundungsaggregat und kein Band. Sie arbeiten mit Lamellenschleifwalzen und Oxidbürsten.

TFON Surfacer Modelle mit Schleifband
ModellArbeitsbreiteBandgröße (mm)Bandaggregat
TF-RB-25101.000 mm1.030 × 1.820B (Entgraten)
TF-RBC-25101.000 mm1.030 × 1.820B (Entgraten)
TF-RBF-25101.000 mm1.030 × 1.820B (Entgraten) und F (Finish)
TF-RF-25101.000 mm1.030 × 1.820F (Finish)
TF-RB-30131.300 mm1.330 × 1.820B (Entgraten)
TF-RBC-30131.300 mm1.330 × 1.820B (Entgraten)
TF-RBF-30131.300 mm1.330 × 1.820B (Entgraten) und F (Finish)
TF-RF-30131.300 mm1.330 × 1.820F (Finish)

An Plasma- und Brennschneidteilen reicht das Band allein nicht. Die TF-RBC-3013: Entgratmaschine mit Schlackenentfernung, 1.300 mm bricht die Schlacke zuerst im Aggregat für schweres Entgraten, danach nimmt das Band den Grat. Für Sichtteile mit Finish passt die TF-RBF-2510: Entgrat- und Satiniermaschine, 1.000 mm. Alle Modelle finden Sie unter Entgrat- und Kantenverrundungsmaschinen.

Schleifbandwahl nach Werkstoff

Ein Band für alle Aufgaben gibt es nicht. Das passende Band hängt von Werkstoff, Gratart und gewünschter Oberfläche ab. Die Tabelle ist ein Ausgangspunkt; die endgültige Wahl treffen wir mit Ihnen am Teil.

Schleifbandwahl nach Werkstoff und Aufgabe
Werkstoff und AufgabeGeeignetes BandHinweis
Baustahl, Laserteil, leichter GratKorund oder ZirkonkorundMittlere Körnung reicht meist
Baustahl, Plasma- und BrennschneidteilZirkonkorund, Keramikkorn oder CubitronStarke Schlacke zuerst mit der Schlackescheibe brechen
EdelstahlKeramikkorn oder CubitronEigene Bänder verwenden; weniger Anlauffarben
AluminiumKorund oder KeramikkornHauptproblem ist Zusetzen; Band oft prüfen
Sichtfläche, letzter DurchlaufFeines Korund-Band oder VliesbandVlies für das Finish

Ein Band, das auf Baustahl gelaufen ist, gehört nicht auf Edelstahl. Eisenpartikel im Band gelangen auf die Oberfläche und führen später zu Fremdrost. Wenn Sie eine Edelstahllinie planen, finden Sie unter Edelstahl-Entgratmaschine Maschinen- und Verbrauchsmaterialwahl im Zusammenhang.

Wechsel und Standzeit

Laut TFON Daten erreichen Korund- und Zirkonkorund-Bänder je nach Einsatz bis zu 32 Stunden, Keramikbänder bis zu 64 Stunden und Cubitron-Bänder bis zu 80 Stunden. Die tatsächliche Standzeit hängt von Werkstoff, Grathöhe, Anpressdruck und täglicher Laufzeit ab.

Wechseln Sie das Band, wenn:

  • bei gleicher Einstellung Grat stehen bleibt oder Sie den Vorschub senken müssen,
  • die Bandoberfläche verglast, nicht mehr greift und Brandspuren am Teil hinterlässt,
  • sich das Band zusetzt oder Korn ausbricht,
  • die Verbindungsstelle aufgeht, die Kante einreißt oder das Band Falten wirft.

Zwei Fehler verkürzen die Standzeit am stärksten: eine falsch eingegebene Blechdicke und feuchte Lagerung. Die Überlastschutzsysteme der Surfacer (IProtect und GATEWATCH) schützen Band und Kontaktwalze, wenn die eingegebene Dicke nicht zum Teil passt. Lagern Sie Bänder in der Verpackung, trocken und bei Raumtemperatur. In feuchten Lagern rollen sich Bänder, und die Verbindungsstelle wird schwächer.

Typische Fehler im Betrieb

  • Zirkonkorund mit wenig Druck: Das Korn bricht nicht, das Band verglast und schleift nicht mehr, lange bevor es verbraucht ist.
  • Feine Körnung bei starkem Grat: Das Band setzt sich zu, wird heiß und hinterlässt Brandspuren.
  • Ein Band für Edelstahl und Baustahl: Auf dem Edelstahl zeigt sich später Fremdrost.
  • Rezept nicht geprüft: Falsche Dicke und falscher Vorschub belasten das Band. Die automatische Dickenmessung senkt dieses Risiko, die Prüfung des Rezepts bleibt aber Aufgabe des Bedieners.
  • Nur nach Stückpreis kaufen: Ein kurzlebiges Band bedeutet mehr Wechsel, mehr Stillstand und mehr Arbeitszeit.

Anfrage und Bestellung

Senden Sie Ihre Anfrage über das Formular unten. Keramik-, Zirkonium-, Aluminiumoxid- und Cubitron-Schleifband sind bereits ausgewählt; entfernen Sie die Haken bei Bändern, die Sie nicht brauchen. Bitte geben Sie an:

  • Maschinenmodell und Bandgröße (zum Beispiel TF-RBF-3013, 1.330 × 1.820 mm)
  • Kornart und Körnung, bei mehreren Körnungen jeweils die Menge
  • Werkstoff und Schneidverfahren (Laser, Plasma, Brennschneiden, Stanzen)

Vlies-Schleifbänder für das Finish und Lamellenschleifwalzen für das Kantenverrundungsaggregat können Sie in derselben Anfrage mitbestellen.

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Nennen Sie Maschinenmodell, Abmessung und Menge. Sie können die Auswahl ändern und weiteres Verbrauchsmaterial hinzufügen.

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Häufige Fragen

Welches Schleifband für Metall?

Das hängt von Werkstoff und Grat ab. Für Edelstahl und hohe Stückzahlen eignen sich Keramikkorn oder Cubitron, für ausgeprägten Grat an Baustahl Zirkonkorund, für leichten Grat und feines Schliffbild Korund. Laut TFON Daten liegt die Standzeit je nach Einsatz bei bis zu 32 Stunden für Korund und Zirkonkorund, 64 für Keramik und 80 für Cubitron.

Keramik oder Zirkonkorund: Was ist der Unterschied?

Zirkonkorund braucht hohen Anpressdruck, damit das Korn bricht und sich selbst schärft. Bei wenig Druck verglast es. Keramikkorn splittert mikrofein, bleibt auch bei geringerem Druck scharf und schleift kühler. Das hilft besonders bei Edelstahl. Laut TFON Daten halten Keramikbänder je nach Einsatz bis zu 64, Zirkonkorund-Bänder bis zu 32 Stunden.

Was bedeutet die Körnung auf dem Schleifband?

Die Körnung gibt die Korngröße an: Je höher die Zahl, desto feiner das Korn. In Europa gilt die FEPA-P-Skala nach ISO 6344, etwa P60 oder P120. Grob gilt 24–40 als grob, 60–80 als mittelgrob, 100–150 als mittel, 180–240 als fein und 320–400 als sehr fein. TFON Bänder gibt es in 40–400, Cubitron in 24–400.

In welche Richtung wird das Schleifband aufgelegt?

Hat das Band auf der Rückseite einen Pfeil, legen Sie es in Pfeilrichtung auf. Überlappende Verbindungen sind für diese Laufrichtung gemacht. Läuft das Band falsch herum, kann die Verbindungsstelle aufgehen. Achten Sie beim Auflegen darauf, dass das Band mittig auf der Walze sitzt und die Oszillation arbeitet.

Wovon hängt der Preis eines Schleifbands ab?

Von Kornart, Bandbreite, Körnung und Bestellmenge. Keramik- und Cubitron-Bänder kosten pro Stück mehr als Korund, halten laut TFON Daten aber je nach Einsatz bis zu 64 und 80 Stunden. Vergleichen Sie deshalb die Kosten pro Laufstunde, nicht den Stückpreis. Für ein Angebot senden Sie uns Maschinenmodell und Bandtyp über das Formular.